DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE
DIN EN IEC 60300-1
Zuverlässigkeitsmanagement - Teil 1: Management von Zuverlässigkeit (IEC 60300-1:2024); Deutsche Fassung EN IEC 60300-1:2024
Dependability management - Part 1: Managing dependability (IEC 60300-1:2024); German version EN IEC 60300-1:2024
Einführungsbeitrag
Die Norm IEC 60300‑1 gilt für alle Arten von Systemen, Produkten, Komponenten und Dienstleistungen, sowohl neue als auch bestehende. Einschließlich Hardware, Software, Dokumentation, Services und Personal. Sie unterstützt Organisationen bei der Entwicklung und Umsetzung von Managementsystemen, insbesondere solchen nach ISO 9001 und ISO 55001. Zudem beschreibt sie, wie Zuverlässigkeitsaktivitäten über den gesamten Lebenszyklus integriert, geplant und umgesetzt werden, unter Berücksichtigung von Aspekten wie Kosten, Sicherheit, Umwelt und Kundenvertrauen. Die IEC 60300‑1 ist sehr breit anwendbar und richtet sich an alle Arten von Systemen, Produkten, Komponenten und Dienstleistungen, einschließlich Hardware, Software, Dokumentation und Personal. Sie unterstützt Organisationen bei der Entwicklung und Implementierung von Managementsystemen, insbesondere auf Basis der ISO 9001 und ISO 55001. Implizite Einschränkungen ergeben sich daraus, dass sie keine branchenspezifischen technischen Detailanforderungen enthält und keine konkreten Methoden vorschreibt. Daher muss sie für spezielle Industrien oder detaillierte Lebenszyklusphasen durch weitere Normen ergänzt werden. Gegenüber DIN EN 60300-1:2015-01 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) mehr Anleitung zur Integration von Zuverlässigkeitsaktivitäten in ein bestehendes Managementsystem; b) größere Detailtiefe bei Aktivitäten, die zur Einrichtung und Umsetzung eines Programms von Zuverlässigkeitsaktivitäten erforderlich sind; c) Änderungen zur Schaffung von Konsistenz mit anderen Zuverlässigkeitsnormen. Typische Anwendungsbeispiele umfassen die Planung und Steuerung von Zuverlässigkeitsaktivitäten bei der Entwicklung neuer technischer Systeme über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg. Auch beim Aufbau oder der Verbesserung von Qualitäts‑ oder Asset‑Managementsystemen nach ISO 9001 oder ISO 55001 wird die Norm häufig eingesetzt. Hersteller nutzen sie zudem, um Zuverlässigkeitsanforderungen in Serienprodukte und deren Fertigungs‑ und Betriebsprozesse zu integrieren. Schließlich dient sie auch der Bewertung und Verbesserung bestehender Systeme, Dienstleistungen und Supportprozesse.
Änderungsvermerk
Gegenüber DIN EN 60300-1:2015-01 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) mehr Anleitung zur Integration von Zuverlässigkeitsaktivitäten in ein bestehendes Managementsystem; b) größere Detailtiefe bei Aktivitäten, die zur Einrichtung und Umsetzung eines Programms von Zuverlässigkeitsaktivitäten erforderlich sind; c) Änderungen zur Schaffung von Konsistenz mit anderen Zuverlässigkeitsnormen.