Internationale Arbeiten Smart Farming

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Da globale Herausforderungen in der Landwirtschaft eine weltweite Zusammenarbeit brauchen, gibt es bei ISO nun die „strategische Beratungsgruppe Smart Farming“ (ISO SAG Smart Farming). Diese Gruppe hat die Aufgabe, die Standardisierungslandschaft um Smart Farming über die gesamte Lebensmittelwertschöpfungskette und im Hinblick auf die UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) zu beschreiben sowie auf notwendigen Standardisierungsbedarf hin zu untersuchen. Daraus abgeleitet sollen Handlungsempfehlungen ausgesprochen werden.

DIN und der amerikanischen Regelsetzer ANSI leiten gemeinsam die ISO SAG Smart Farming. Die Ergebnisse werden in einer internationalen Normungsroadmap im Herbst 2022 veröffentlicht.

Wie arbeitet die ISO SAG Smart Farming?

In der ISO SAG Smart Farming arbeiten Expert*innen aus 27 Ländern zusammen. Jedes an der Mitarbeit interessierte ISO-Mitglied hat einen Experten oder eine Expertin zur Mitarbeit in der Hauptarbeitsgruppe der ISO SAG Smart Farming benannt. Über diese Person werden die nationalen Inhalte und Interessen aus den beteiligten Ländern gebündelt eingebracht.

Bei einem ersten Treffen am 2. November 2021 wird die Gruppe die Hauptthemen identifizieren, die als relevant für Smart Farming entlang der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette und zur Erfüllung der SDGs gesehen werden. Die Themen werden dann in Unterarbeitsgruppen bearbeitet.

Da natürlich auch nationalen Interessen gebündelt und auf internationaler Ebene eingebracht werden müssen, wurde auf deutscher Ebene die nationalen Steuerungsgruppe Smart Farming bei DIN eingerichtet. Hier kommen Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Forschung sowie Gesellschaft und Verbraucherschutz zusammen, um die Aktivitäten der SAG auf nationaler Ebene inhaltlich zu begleiten.

Wie kann ich mich einbringen?

Bei den Arbeiten der ISO SAG Smart Farming wird ein holistischer Ansatz verfolgt, sodass nicht nur die landwirtschaftliche Produktion, sondern auch die vorgelagerte Produktion der eingesetzten Ressourcen oder der Lebensmittelvertrieb betrachtet werden. Hierdurch kann das gesamte Potential von Smart Farming Technologien in der Lebensmittelwertschöpfung untersucht werden. Ein so großes und sich stetig erweiterndes Feld wie Smart Farming lebt von der Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Institutionen sowie Expert*innen.

Der Austausch aller ist deshalb umso wichtiger. Interessierte haben die Möglichkeit, sich zu den Arbeiten der ISO SAG Smart Farming auf der Kooperationsplattform DIN.ONE einzubringen. Hier werden bereits erarbeitete Inhalte der nationalen Steuerungsgruppe bereitgestellt und können von einer breiteren Fachöffentlichkeit in Arbeitsgruppen diskutiert und kommentiert werden. An dieser Stelle arbeiten Expert*innen aus den verschiedenen Interessengruppen zusammen mit dem Ziel, ein möglichst breites Meinungsbild einzufangen und unterschiedliche Aspekte mit einfließen zu lassen.

Falls Sie sich und Ihre Expertise für dieses Thema einbringen wollen, steht Ihnen das Team der GFE Smart Farming gerne zur Verfügung. Weitere Informationen zur Arbeit der ISO SAG Smart Farming sowie zu den Austauschmöglichkeiten finden sie hier.

Ihr Kontakt

DIN e. V.

Johannes Lehmann

Am DIN-Platz
Burggrafenstraße 6
10787 Berlin

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