2018-09-17

Positionspapier zur Künstlichen Intelligenz

Mit Normung und Standardisierung innovationsfreundliche Rahmenbedingungen für die Technologie der Zukunft schaffen

Finger Roboter berührt Finger eines Menschen
© muratsenel / Istockphoto.com

Künstliche Intelligenz (KI) dringt in immer mehr Lebens- und Wirtschaftsbereiche vor: Von Smart-Homes über Chatbots bis hin zu softwaregestützter Endoskopie in der Medizintechnik. Das Themengebiet deckt, oft in Kombination mit Big Data und Big Data Analytics, ein breites Spektrum ab und verspricht große Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft, aber auch einige Herausforderungen.

Der Deutsche Bundestag hat die Tragweite des Zukunftsthemas mit der Einrichtung einer eigenständigen Enquete-Kommission für KI gewürdigt. Im Rahmen der Eckpunkte für eine KI-Strategie der Bundesregierung wurde Standardisierung als eines von 12 zentralen Handlungsfeldern identifiziert. DIN, die von der Wirtschaft getragene nationale Normungsorganisation, unterstützt die Politik in ihrem Vorhaben, den Wirtschaftsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb um die besten Lösungen und Produkte im Bereich der KI zu stärken. Damit dies gelingt, sind einige zentrale Weichenstellungen notwendig.

„Wir brauchen innovationsfreundliche Rahmenbedingungen für die KI-Wirtschaft, die die Risiken mit klaren Vorgaben minimieren, aber gleichzeitig Raum bieten, die Potentiale von KI-Technologien auszuschöpfen. Für die Beratung technischer Fragestellungen bieten Normung und Standardisierung eine einzigartige Plattform, bei der alle Interessengruppen bereits vertreten sind“, so Sibylle Gabler, Leiterin Regierungsbeziehungen bei DIN. „Die Politik sollte diese Plattform nutzen und die aktive Teilnahme deutscher Stakeholder an Normungsprojekten fördern, damit deutsche Interessen in der europäischen und internationalen KI-Normung von Anfang an angemessen berücksichtigt werden.“

DIN hat zu diesem Thema das Positionspapier „Künstliche Intelligenz: Mit Normung und Standardisierung innovationsfreundliche Rahmenbedingungen für die Technologie der Zukunft schaffen“ veröffentlicht. Es beleuchtet auch die Rolle von Normung und Standardisierung für den Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in marktfähige Produkte. Sibylle Gabler dazu: „Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag vereinbart, die Forschungsförderung noch stärker auf den Technologietransfer auszurichten. Normen und Standards sind Katalysatoren für Innovationen und daher Mittel der Wahl, um dieses Ziel zu erreichen. Sie sollten in alle Technologieförderprogramme des Bundes und der Länder integriert werden.“