Presse

2014-11-20

Standards in der globalen Wirtschaft setzen

U.S. Botschafter in Deutschland, John B. Emerson
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Die 8. Transatlantische Jahreswirtschaftskonferenz der AmCham Germany vom 11. bis 12. November in Frankfurt stand ganz im Zeichen der aktuellen Verhandlungen zur Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft, kurz TTIP.

Der U.S. Botschafter in Deutschland, John B. Emerson, erinnerte an die Vorteile von TTIP und versicherte, dass die USA auch nach den midterm elections in vollem Umfang hinter den Verhandlungen steht. Die Debatte sei in Europa aktuell von denjenigen bestimmt, die sich vor Globalisierung fürchten sowie der Konzentration der Macht in Brüssel misstrauten. Man müsse sich aber viel stärker mit den großen Chancen beschäftigen, die TTIP für einen fairen Freihandel darstelle. Es gehe darum, die starken Schutzniveaus für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt beiderseits des Transatlantiks stärker zu harmonisieren. Er trat dabei energisch dem Gerücht entgegen, dass TTIP zu einer Absenkung von Schutzniveaus führen könnte. „Wir verfügen über zwei hervorragende Regulierungssysteme – wenn wir erfolgreich sind, werden wir mit TTIP Standards in der globalen Wirtschaft setzen, anstatt von anderen gesetzte Standards entgegennehmen zu müssen“, so Emerson. Er rief die rund 350 anwesenden Führungspersonen deutscher, amerikanischer und multinationaler Unternehmen sowie hochrangige Vertreter aus Politik und Gesellschaft auf, stärker in der Öffentlichkeit in Erscheinung zu treten, Gerüchte zu zerstreuen und die Vorteile von TTIP zu erklären.

Der Wortlaut seiner Rede ist auf der Webseite der Botschaft hinterlegt.

„Siebter Sinn für IT-Sicherheit“

DIN war dieses Jahr zum dritten Mal Partner der Wirtschaftskonferenz. Der von DIN veranstaltete Workshop befasste sich mit dem Thema Cyber Security. Volker Jacumeit, Geschäftsführer des DIN-Normenausschuss Informationstechnik und Anwendungen, erklärte wie Deutschland über DIN als Plattform für die internationale Normung im Komitee für IT Sicherheitsverfahren bei ISO (ISO/IEC JTC 1/SC 27) die Organisation übernommen hat. Mit Anwendung und Weiterentwicklung der Normen in der IT-Sicherheit könne die deutsche IT-Sicherheitswirtschaft in Europa eine führende Rolle einnehmen, so Jacumeit. Er erinnerte an die TV-Sendung zur Verkehrserziehung und forderte einen „Siebten Sinn für IT-Sicherheit“.

Deborah Klein, Senior Manager Sicherheit und Rohstoffe beim Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI), betonte in Bezug auf das in Vorbereitung befindliche Gesetz zur IT-Sicherheit, dass Internationale Normen berücksichtigt werden müssen: „Eine deutsche Insellösung bringt nichts.“

Unter den Rednern der Veranstaltung befanden sich außerdem: Anthony L. Gardner, Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika bei der Europäischen Union, David McAllister, MdEP Leiter der Delegation für die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten, Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI), Kasper Rorsted, Vorsitzender des Vorstands der Henkel AG & Co. KGaA, Annette Heuser, Executive Director der Bertelsmann Foundation, Washington, DC.

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Anthony L. Gardner, Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika bei der EU
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