Presse

2019-09-05

IT-Produktsicherheit braucht europäische Lösungen

Christoph Winterhalter (DIN), Sebastian Hartmann (SPD-Bundestagsfraktion), Susanne Dehmel (BITKOM), Dirk Kretzschmar (TÜViT), Steffen Zimmermann (VDMA) diskutierten zur Zukunft der IT-Sicherheit (v.l.n.r.).
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DIN veranstaltet KITS-Konferenz 2019

Wie können wir IT-Produktsicherheit und -qualität in Zeiten der Digitalisierung sicherstellen? Über diese und weitere wichtige Fragen sowie mögliche Lösungen zur künftigen Ausgestaltung der IT-Sicherheit diskutierte das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) mit mehr als 120 Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft am 5. September 2019 auf der sechsten KITS-Konferenz im DIN-Konferenzzentrum.

Europäische Lösungen sind gefragt

Ein wichtiges Thema war dabei das geplante IT-Sicherheitsgesetz 2.0. Damit will die Bundesregierung unter anderem das Risikobewusstsein und die Beurteilungsfähigkeit von Verbrauchern durch die Einführung eines IT-Sicherheitskennzeichens fördern. „IT-Produktsicherheit braucht europäische Lösungen“, erklärte Christoph Winterhalter, Vorstandsvorsitzender von DIN dazu. Er betonte: „Nationale Alleingänge bei diesem so wichtigen Thema führen zu einer Zersplitterung des IT-Sicherheitsmarktes, schaffen unnötigen Mehraufwand für Hersteller und Anwender und verwirren so letztendlich die Verbraucher.“ Die Bundesregierung sollte daher auf bewährte Lösungen und die öffentlich-private Partnerschaft mit der Normung als Basis für Produktsicherheit zurückgreifen und dem geplanten IT-Sicherheitskennzeichen möglichst einheitliche europäische und internationale Normen zugrunde legen.

Diese schaffen einen europäischen Rahmen von einheitlichen Mindestanforderungen, unter anderem an die IT-Sicherheit, auf dessen gemeinsamer Grundlage der Wettbewerb um die besten Produkte stattfinden kann. Somit können Verbraucher den Produkten vertrauen, die sie täglich einsetzen – ob Staubsauger, Bohrmaschine oder Bürostuhl. Vor dem Hintergrund der digitalen Transformation halten immer mehr Internet-of-things-fähige Geräte, zum Beispiel smarte Heizungen oder intelligente Kühlschränke, Einzug in Unternehmen und Haushalte und werfen neue Fragen nach digitaler Produktsicherheit sowie Verbraucherschutz auf: Welche Daten werden wohin weitergeben? Wie kommunizieren meine Geräte miteinander? Wie gut geschützt ist mein digitales Produkt durch Angriffe von außen? In den Diskussionen auf der KITS-Konferenz waren sich die Vertreter aus Wirtschaft und Verbänden einig: In einer grenzenlosen digitalen Welt bedarf es internationaler Normen und Standards – zum Schutz der Verbraucher und um der deutschen Wirtschaft, den Zugang zu den Weltmärkten deutlich und nachhaltig zu erleichtern.    

Als politisches Forum trägt die KITS-Konferenz bereits seit 2014 zum Dialog und zur Definition eines koordinierten und strategischen Umgangs mit Sicherheitsproblemen des 21. Jahrhunderts bei. Weitere Informationen sind hier verfügbar.

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Julian Pinnig

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