Presse

2013-11-20

Großer Andrang beim studiFORUM Logistik

Experten informieren Studenten bei DIN über neue Entwicklungen im Bereich Logistik

© DIN

Das studiFORUM „Standards in der Logistik – viele Wege, eine Sprache?" fand am 18. November bei DIN in Berlin statt. Zur siebten Veranstaltung der Reihe studiFORUM kamen rund 70 Studenten, um mit Top-Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft zu diskutieren. Das studiFORUM richtet sich speziell an Studenten und soll diese für die Normung und Standardisierung sensibilisieren.

Prof. Dr. Hendrik Wildebrand von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin erläuterte, dass die Integration von künstlicher Intelligenz in logistischen Systemen noch in den Kinderschuhen stecke; erste Versuche unter realen Bedingungen laufen jedoch bereits. Dr. Volker Lange vom Fraunhofer Institut für Materialfluß und Logistik stellte die Frage: „Quo vadis Mobilität und Logistik?“. Er machte auf anschauliche Art und Weise deutlich, dass die intelligente Selbststeuerung und die Vernetzung einzelner Logistikkomponenten die Zukunft der Logistik seien. Normungsaspekte erläuterte Michael Görges von BLG Logistics. Er zeigte den Normungsbedarf und die logistischen Herausforderungen bei Offshore-Windenergieanlagen auf. Gerald Lechler von der STILL GmbH machte anhand des Beispiels von Gabelstaplern deutlich, dass Hersteller eine Produktverantwortung haben. Normen können dazu beitragen, diese Produktverantwortung umzusetzen, indem sie Sicherheitsanforderungen definieren. Ferdinand Salis-Soglio gab den Studenten Einblicke in das Startup Zalando. Er machte unter anderem auf die logistischen Herausforderungen aufmerksam, die ein solches Unternehmen zu bewältigen hat.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion hatten die Studenten die Möglichkeit, ihre Fragen an die Referenten zu richten. Dabei wurde aufgezeigt, wie Multiagentensysteme künftig bspw. LKW-Auslastungen und Routen optimieren und somit Kosten sowie den CO2-Ausstoß senken können. Auch der Einsatz von künstlicher Intelligenz bei globalen Logistikaufgaben im Bereich des kombinierten Verkehrs ist denkbar. Informationen, wie bspw. Störszenarien, können aufgenommen und durch das System berücksichtigt werden. Einzig die menschliche Intuition wird ein künstliches System wohl nie ganz ersetzen können.

Ein gemeinsamer Imbiss, der zu persönlichen Gesprächen zwischen den Experten und den Studierenden einlud, rundete den Abend ab. Per Losverfahren wurde der Gewinner des Hauptpreises - eine Besichtigung des Güterverkehrszentrums West inklusive Kranaufstieg - ermittelt. Die Studiengesellschaft für den Kombinierten Verkehr hat den Preis bereitgestellt.

Das nächste studiFORUM findet 2014 statt. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen gibt es auf www.studiforum.de.

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