Presse

2019-01-22

Gesund Hören

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Experten zur Überarbeitung der DIN 15905-5 für Beschallungstechnik gesucht

Auf großen Veranstaltungen wie Konzerten oder Theatervorstellungen kann es schnell laut werden nicht zuletzt aufgrund neuer Möglichkeiten der Tontechnik. Damit Besucher vor zu großen Lautstärken und somit der Gefahr eines Hörschadens geschützt werden, gibt es die DIN 15905-5 „Veranstaltungstechnik - Tontechnik - Teil 5: Maßnahmen zum Vermeiden einer Gehörgefährdung des Publikums durch hohe Schallemissionen elektroakustischer Beschallungstechnik“. Die Norm legt unter anderem den zulässigen Einsatz von Beschallungsanlagen in Bezug auf Lautstärke und Einsatzdauer in Theatern, Mehrzweckhallen und Konzertsälen fest.

Eine Überarbeitung der DIN 15905-5 steht nun an. Die bisherige Fassung der Norm aus 2007 basiert auf Arbeitsschutz-Grenzwerten aus der Unfallverhütungsvorschrift „Lärm“. Diese wurde jedoch 2013 durch die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung abgelöst. Die darin festgelegten Grenzwerte sind wesentlich niedriger als im Vorgängerdokument, was eine Anpassung der Norm notwendig macht. Neben den Richtwerten ist bei der Überarbeitung außerdem zu prüfen, ob neuere Technologien in der Beschallung zu einer erhöhten Gefährdung führen können, da z. B. der Schalldruckpegel durch Konzertbeschallung an jedem Ort des Konzertraumes gleich hoch sein kann.

Interessierte aus den Bereichen Ton- und Medientechnik, Fernsehstudios, Rundfunkanstalten usw. können sich nun an der Überarbeitung beteiligen. Die nächste Sitzung des zuständigen Arbeitsausschusses NA 149-00-07 AA „Medien- und Tontechnik“ des DIN-Normenausschusses Veranstaltungstechnik, Bild und Film (NVBF) findet am 21. März 2019 in Berlin statt. Bei Interesse an der Mitarbeit melden Sie sich bitte beim zuständigen Projektmanager Michael Bahr (michael.bahr@din.de).

 

 

 

 

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DIN e. V.

Michael Bahr

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