Presse

2014-06-06

DIN-Regionalveranstaltung in Leipzig

Fokus auf das Auto und die Mobilität

© DIN

Das Auto und die Mobilität standen eindeutig im Fokus der am 4. Juni 2014 durchgeführten DIN-Regionalveranstaltung unter dem Motto „Innovation – ein Abend mit DIN“ in Leipzig: Dort findet gerade die internationale Automobilmesse AMI Auto Mobil International statt; die Stadt selbst trägt mittlerweile dank BMW und Porsche auch den Beinamen „Autostadt“; Veranstaltungsort war das Oldtimer-Museum „Da Capo“, wo das Faszinosum Auto entlang einer chromblinkenden Zeitschiene präsentiert wird, und Gastredner des Abends war Markus Schrick, Geschäftsführer der Hyundai Motor Deutschland GmbH.

In seiner Begrüßungsansprache ging DIN-Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. Torsten Bahke insbesondere auf die innovationsfördernde Wirkung von Normung und Standardisierung ein. Passenderweise führte er als ein Beispiel des erfolgreichen Einsatzes des DIN-Spezifikationsverfahrens die DIN SPEC 4885 an. Diese Spezifikation gilt einem innovativen Prüfverfahren für Leichtbaustoffe, die zunehmend im Automobilbau verwendet werden.

„Fortschritt, Modernität“ – so die deutsche Übersetzung der Wortmarke Hyundai – sind die Leitbegriffe des koreanischen Großkonzerns, der nicht nur Autos baut, sondern u. a. auch den dafür benötigten hochfesten Stahl zu 80 % selber produziert. Markus Schrick, nach Stationen bei Ford, Audi und Toyota seit zwei Jahren Deutschlandchef von Hyundai, legte einen Schwerpunkt der sehr engagierten und kurzweiligen Darstellung seiner Firma auf die großen Fortschritte, die man in den letzten Jahren erzielt habe. In entscheidenden Bereichen – Design und regionale Akzeptanz, Geschwindigkeit (Entwicklung eines Gesamtfahrzeugs in 24 Monaten), Nachhaltigkeit, Marktanteil, Markenwert und -ranking – seien deutliche Verbesserungen und Steigerungen zu verzeichnen.

In der anschließenden Diskussionsrunde, von Michael Cramer moderiert, ging es hauptsächlich um die „Schicksalsfrage“ des Antriebssystems der Zukunft. Hyundai ist der einzige Hersteller, der gegenwärtig ein Modell mit Brennstoffzellenantrieb in Serie produziert. Hierfür mangele es aber zurzeit an Wasserstofftankstellen, was gleich die Frage aufwarf, wer für die Finanzierung der notwendigen Infrastruktur zuständig sei – die Automobilhersteller oder das Land? Welcher Antrieb Erfolg haben wird, so Dr. Bahke, hänge auch von den Kundenansprüchen ab. Der Kunde werde eher durch Drehmomente und Spaß am Fahren als durch die eventuell einzusparenden Tonnen CO2 zum Kauf motiviert. Für die Übergangszeit bis zur Serienreife von Antriebssystemen, die Umweltschonung mit Komfort und Reichweite im Einklang bringen, werden die Hybridantriebe wohl den Markt beherrschen. Diskutiert wurden auch Fragen der zunehmenden Informatisierung des gesamten Verkehrssystems, die z. B. die Optimierung des Car-sharing-Modells ermöglichen wird, und die Notwendigkeit von Schnittstellennormen sowie von einheitlichen Prüfnormen weltweit.