Presse

2017-07-13

"Wie trägt Standardisierung zur IT-Sicherheit im Digitalen Binnenmarkt bei?"

So lautete das Thema der Diskussionsveranstaltung von DIN am 11. Juli 2017 in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union in Brüssel. 

Vor über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bot DIN-Vorstand Rüdiger Marquardt die Normung als ein Instrument an, welches Detaillösungen für die legislativen Rahmenbedingungen etwa der NIS Richtlinie und der Datenschutzgrundverordnung schaffen kann. Viele Grundlagennormen bestehen bereits etwa die ISO/IEC 27000 Reihe zum IT-Sicherheitsmanagement. Sektor-spezifische Standards müssten nun folgen, wobei es Aufgabe der Normungsorganisationen sei, untereinander so zu kooperieren, dass die Widerspruchsfreiheit des Normenwerkes gewahrt bleibt.

Rüdiger Marquardt überreichte Maximilian Strotmann, Kabinettsmitglied von Kommissar Andrus Ansip, die Deutsche Normungsroadmap IT-Sicherheit, die vor wenigen Tagen von der KITS in ihrer dritten Version herausgegeben worden war.

Herr Strotmann begrüßte den Beitrag der Standardisierung zur Schaffung des Digitalen Binnenmarktes und der Cybersicherheit. Man wolle seitens der Kommission die Normung nicht unnötig politisieren, so Strotmann, der auch einräumte, dass die einzelnen Generaldirektionen bei der Vergabe von Normungsmandaten noch enger zusammenarbeiten müssten.

Sibylle Gabler, DIN Leiterin für Regierungsbeziehungen, diskutierte mit einem hochkarätig besetzten Panel über mögliche Lücken in der Gesetzgebung zur Sicherheit im Netz in Zeiten des "Internets der Dinge". Weitere Themen waren die ISO-Norm zu "Common Criteria" von IT-Sicherheit von Produkten, der risikobasierte Ansatz, sowie die verschiedenen Zukunftsszenarien für eine IT-Sicherheitszertifizierung.

Die Panelisten waren: Dr. Andreas Schwab, Mitglied des Europäischen Parlamentes und Berichterstatter der NIS Richtlinie, Luigi Rebuffi, Generalsekretär der European Cyber Security Organisation, Bernd Kowalski Abteilungsleiter im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Markus Reigl, Direktor für Technische Regulierung und Normung bei Siemens sowie Jean-Pierre Quémard, der Vorsitzende der Cyber Security Coordination Group. 

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Dr. Andreas Schwab und Sibylle Gabler
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Bernd Kowalski
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Jean-Pierre Quémad
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Maximilian Strotmann
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Rüdiger Marquardt (link) und Maximilian Strotmann
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