Koordinierungsstelle Umweltschutz

Themenschwerpunkte

Die inhaltliche Arbeit der KU wird durch Themenschwerpunkte geprägt, die durch den KU-Fachbeirat gesetzt werden.

Im Rahmen der Themenschwerpunkte werden von der KU-Geschäftsstelle unterstützte Arbeits- und Expertenkreise bestehend aus Umweltexperten und eventuell anderen Experten der jeweils relevanten Fachrichtungen betrieben. Sie sollen koordiniert umweltrelevante Belange in die Normung zum jeweiligen Themenschwerpunkt einbringen. Dies kann entweder gezielt über Kommentare oder beispielsweise über Positionspapiere erfolgen. Auch Hilfestellung zur Erarbeitung von sektorspezifischen Leitfäden kann gegeben werden. Dazu werden weiterführende Informationen zum Thema aus den relevanten Normungsgremien zur Verfügung gestellt. Die Normungsgremien erhalten im Gegenzug Unterstützung bei der Berücksichtigung von Umweltgesichtspunkten.

Mehr Informationen zu den Inhalten der jeweiligen Themenschwerpunkte erhalten Sie auf den Folgeseiten.

Ihr Ansprechpartner

DIN e. V.

Reiner Hager

Am DIN-Platz
Burggrafenstraße 6
10787 Berlin

Ansprechpartner kontaktieren  

Themenschwerpunkte

Umweltaspekte in Messnormen Ausblenden

Auf europäischer Ebene identifizierte man einen Bedarf, den CEN Guide 4 "Guidance for addressing environmental issue in product standards" zu erweitern. Bisher konzentriert er sich auf Umweltaspekte von Produkten und lässt Umweltaspekte von Messverfahren außen vor. Um diese Lücke zu schließen, entschied man sich, eine Erweiterung für Messnormen zu erstellen. Die dafür zuständige CEN/SABE ENIS PT TS "CEN Guide 4 Supplement on Testing" wurde Anfang 2014 gegründet. Die Leitung der Gruppe übernimmt DIN.

Die Arbeiten der Erweiterung des CEN Guide 4 für Messnormen umschließen u. a. die Erstellung eines Lebenszyklus von Messverfahren, Hilfestellungen zur umweltfreundlicheren Gestaltung von Messverfahren, eine Umweltcheckliste für Messnormen, und Best-Practice Beispiele.

Der Abschluss des Projekts ist für 2015 antizipiert. Bei Interesse an einer Mitarbeit kann mit der KU Kontakt aufgenommen werden.

Anpassung an den Klimawandel Einblenden

Im September 2012 wurde der Themenschwerpunkt „Anpassung an den Klimawandel“  eingerichtet. Im Rahmen diese Themenschwerpunkts wurde zunächst ein Expertenkreis aus (Umwelt-)Experten.

Durch die Arbeit des Expertenkreises sollte auf nationaler Ebene eine bessere Berücksichtigung der sich verändernden Klimaaspekte in Normen erreicht werden.

Da neben den im Themenschwerpunkt initiierten nationalen Projekten zur Anpassung an den Klimawandel auch verschiedene Projekte zum Thema Anpassung an den Klimawandel durch die die Europäischen und Internationalen Normungsorganisationen angestoßen worden sind und der Expertenkreis hierfür die Funktion eines Spiegelgremiums übernimmt, wurde der Expertenkreis in einen gleichnamigen KU-Arbeitskreis (KU-AK 4) umgewandelt.

Umweltverträgliche Produkt- und Prozessgestaltung Einblenden

Der Expertenkreis zum Themenschwerpunkt „Umweltverträgliche Produkt- und  Prozessgestaltung“ wurde im Februar 2015 eingerichtet. Der Anlass für seine Gründung war, dass im Jahr 2013 vom Bundeskabinett verabschiedete Abfallvermeidungsprogramm. In diesem wird empfohlen, bereits bei der Gestaltung von Produkten, die mit der Herstellung, Nutzung und Entsorgung verbundenen Umweltbelastungen zu berücksichtigen. Bezogen auf die Normung sollen Aspekte der Abfallvermeidung insbesondere durch Lebensdauerverlängerung, Reparierbarkeit, Wiederverwendung verstärkt berücksichtigt werden.

Der Expertenkreis beobachtet die laufenden Normungsaktivitäten zu produktbezogenem Umweltschutz auf internationaler und europäischer Ebene und gibt Empfehlungen an die jeweiligen Normungsgremien. Darüber hinaus sichtet und bearbeitet der Expertenkreis geeignete Instrumente im Sinne des Abfallvermeidungsprogrammes, wie beispielsweise Gestaltungsrichtlinien und Bewertungsinstrumente für abfallvermeidendes Produktdesign sowie Leitfäden zur Gestaltung von Prozessen zur Wiederverwendung. Diese Instrumente dienen sowohl zur Hilfestellung für Produktentwickler und Dienstleister als auch zur Weiterentwicklung von Ökodesign-Anforderungen und Umweltzeichen.

Eine Mitarbeit im Expertenkreis des Themenschwerpunktes steht Interessierten kostenfrei offen.

Ressourcenschutz Einblenden

Im August 2011 wurde der Themenschwerpunkt "Ressourcenschutz" in der KU eingerichtet. Im Rahmen dieses Themenschwerpunkts wurde ein Arbeitskreis aus (Umwelt-)Experten eingerichtet.


Sachverhalt

Natürliche Ressourcen wie Wasser, saubere Luft, Stoffe aller Art sowie Flächen und die Vielfalt der Arten stehen nur sehr begrenzt zur Verfügung. Die heutigen Produktions- und Konsummuster und der dadurch verursachte Ressourcenverbrauch sind weltweit auf Dauer nicht tragbar. Daher müssen schnell Wege gefunden werden, um etwa die Einsatzmengen von Rohstoffen und Energie zu reduzieren, Abfälle zu verringern und eine geeignete und effiziente Kreislaufwirtschaft aufzubauen.

Aufgrund dessen ist Ressourcenschutz in der Politik schon seit mehreren Jahren ein zentrales Thema und nimmt beispielsweise im Rahmen der Europäischen Wachstumsstrategie für das kommende Jahrzehnt „Europa 2020“ eine herausragende Rolle ein. Durch die Veröffentlichung der siebten Leitinitiative „Ressourcenschonendes Europa“ wurde Ressourceneffizienz zu einem Leitmotiv der Europäischen Politik. Der am 20. September 2011 von der Europäischen Kommission veröffentlichte „Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa“ stellt einen „erste[n] Schritt auf dem Weg zu einem kohärenten Aktionsrahmen“ dar. Auch die Bundesregierung hat im Februar 2012 das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) verabschiedet.

Normen können einen großen Einfluss auf den Ressourcenverbrauch haben und damit den Ressourcenschutz unterstützen. Neben der DIN/KU hat sich deshalb auch das Europäische Komitee für Normung (CEN) dem Thema Ressourcenschutz in der Normung angenommen. Im Dezember 2011 veranstaltete es gemeinsam mit dem Europäischen Komitee für elektrotechnische Normung (CENELEC) einen Workshop zu „Ressourceneffizienz“, an dessen Planungen auch die KU als Mitglied des europäischen „Strategischen Beratungsgremiums in Umweltfragen“ (CEN/SABE) beteiligt war. Aufbauend auf den Ergebnissen des Workshops plant CEN/SABE ein Projekt zur Ermittlung des Normungsbedarfs im Bereich Ressourceneffizienz.


Zielstellung

Ziel des Themenschwerpunkts Ressourcenschutz ist es den Inhalt von DIN-Normen so zu beeinflussen, dass sie einen effizienten Einsatz von primären Ressourcen fördern und die Substitution von primären durch sekundäre Rohstoffe ermöglichen, um insgesamt zu einem verminderten Ressourcenbedarf beizutragen.

Hierzu wurde 2012 ein KU-Arbeitskreis zum Themenschwerpunkt „Ressourcenschutz“ eingerichtet, der sich mit normungsrelevanten Aspekten zum Thema Ressourcenschutz befasst. Im Jahr 2014 hat dieser Expertenkreis beschlossen eine Ergänzung der DIN SPEC 59 (identisch mit ISO Guide 64 und CEN Guide 4) bezüglich „Ressourcenschutz“ zu erarbeiten. Darüber hinaus begleitet der Arbeitskreis die europäischen Arbeiten zur Ermittlung des Normungsbedarfs im Bereich Ressourceneffizienz, um bei Bedarf am Projekt mitzuwirken.