Koordinierung der Normungsarbeit
Koordinierungsstellen und Kommissionen spielen eine wichtige Rolle bei der Koordinierung der Normungsarbeit.
Kommissionen beraten den Direktor des DIN und dienen der Koordinierung mehrerer Fachgebiete des DIN und deren Verzahnung mit der Tätigkeit anderer Institutionen. Die Kommissionen sprechen Empfehlungen aus, die vom Direktor umgesetzt werden. Sie werden für ein fest umrissenes Aufgabengebiet eingerichtet und aufgelöst, sobald sie ihre Aufgabe erledigt haben. Kommission erarbeiten keine Normen. Hier gelangen Sie zu den Kommissionen im DIN.
Koordinierungsstellen sind Gremien des DIN, die Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen zu übergreifenden Angelegenheiten der Normung beraten. Sie sind Bindeglied zur Europäischen Kommission oder zu anderen Regelsetzern und stellen den Informationsaustausch sicher. Als zentrale Stelle bündeln, systematisieren und koordinieren sie Normungs-, Standardisierungs- und forschungsbezogene Aktivitäten des DIN zu den jeweiligen Themenbereichen. Koordinierungsstellen können Arbeitskreise zur Erarbeitung von Spezifikationen gründen. Sie leisten keine eigene Normungsarbeit.
Die Koordinierungsstelle Umweltschutz (KU) unterstützt seit mehr als 10 Jahren die Gremien des DIN bei der Einbeziehung von Umweltaspekten in nationale, europäische und internationale Normen, wobei sie als unparteiisches Koordinierungs- und Beratungsgremium fungiert. Ihre Arbeiten werden vom KU-Fachbeirat gesteuert. Im KU-Fachbeirat sind alle interessierten Kreise wie Wirtschaft, Umweltbehörden, Umweltverbände, Verbraucher, Wissenschaft und Gewerkschaften vertreten.
Seit April 2008 bündelt, systematisiert und koordiniert die Koordinierungsstelle Dienstleistungen (KDL) im DIN als zentrale Stelle alle laufenden und zukünftigen Normungs-, Standardisierungs- und forschungsbezogenen Aktivitäten des DIN im Dienstleistungsbereich. Die KDL informiert, unterstützt und berät die für Dienstleistungsthemen zuständigen Gremien des DIN und steuert deren Zusammenarbeit. Sie fungiert als zentraler Anlaufpunkt für Vertreter der interessierten Kreise wie Dienstleistungsunternehmen, Verbände, Verbraucher, Politik und Wissenschaft. Gleichzeitig koordiniert sie auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Normungsorganisationen, mit Verbänden, Industriekonsortien, Forschung und Politik.
Die im Mai 2011 gegründete Koordinierungsstelle IT-Sicherheit (KITS) hat zum Ziel, Normungs- und Standardisierungsaktivitäten im Bereich der IT-Sicherheitstechnik und -verfahren auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene darzustellen und zu koordinieren. Wesentlich ist dabei die Erschließung von Harmonisierungspotenzialen zwischen verschiedenen Wirtschaftsbranchen oder Anwendungsgebieten (z.B. IT-Sicherheit in der industriellen Produktion, im Bankwesen oder in der Medizintechnik). Zu diesem Zweck fördert KITS die Kommunikation der auf den Gebieten Informationssicherheit, Datenschutz und der IT-Sicherheit arbeitenden Akteuren wie Verbänden, Vereinen und Behörden. Ziel dabei ist es, deren Arbeiten sowohl bei den KITS-eigenen Aktivitäten zu berücksichtigen als auch im Sinne der Normung zu beeinflussen. Die KITS ist zudem das Spiegelgremium zur CEN-CENELEC-ETSI Cyber Security Coordination Group, deren Aufgabe u. a. darin besteht, eine nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Normung und EU-Institutionen zum Thema Cyber Security zu etablieren.
Koordinierungsstelle Managementsystemnormung
Ziel und Zweck der Managementsysteme sind die strukturierte und systematische Unterstützung des Unternehmens, um die Unternehmensprozesse hinsichtlich sicherer Arbeitsumgebung, optimaler Produkte, minimaler Umweltbelastung, reduzierter Kosten und rechtlich sicher zu optimieren, zum Unternehmenserfolg beizutragen und ein Unternehmen zukunftssicher zu lenken und zu gestalten. Gleichzeitig ermöglichen sie einem Unternehmen auf dem nationalen und internationalen Markt den Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden und sich gegenüber Konkurrenten einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Die Koordinierungsstelle Managementsystemnormung fungiert als zentraler Anlaufpunkt für Vertreter der interessierten Kreise wie Dienstleistungsunternehmen, Verbände, Verbraucher, Politik und Wissenschaft. Ihre Aufgabe ist es, die Normung und Standardisierung im Bereich der Managementsysteme auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene zu verknüpfen.

