Internationale Kooperationen
USA
Russische Föderation
China
Indien
Indonesien
Ziel aller Aktivitäten des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. auf der Ebene der internationalen Normungspolitik ist es, zum weltweiten Abbau von technischen Handelshemmnissen beizutragen. So beteiligt sich das DIN unter anderem durch die Übernahmen leitender Funktionen in den europäischen und internationalen Normungsorganisationen aktiv an der Gestaltung des Normungssystem. Es setzt sich dabei für die weltweite Umsetzung des Modells des europäischen Normungssystems gemäß der Wiener und Dresdener Vereinbarung ein.
Diese Aktivitäten des DIN wurden durch das Ziel 1 der Deutschen Normungsstrategie "Normung und Standardisierung sichern Deutschlands Stellung als eine der führenden Wirtschaftsnationen" noch bestärkt. In einer Maßnahme zur Umsetzung von Ziel 1 heißt es: "Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Globalisierung der Märkte und der verschärften Wettbewerbssituation ist das internationale Normungssystem als Basis einheitlicher regionaler und nationaler Normen zu stärken."
Das DIN legt besonderen Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit den Normungsorganisationen großer Wirtschaftsnationen und aufstrebender Wirtschaftsregionen.
USA
Mit keiner Weltregion ist Europa stärker verbunden als mit den USA und Kanada. Zusammen erwirtschaften beide Regionen etwa 60% des globalen Bruttoinlandsproduktes. 25% des gesamten EU-Warenexports gehen in den nordamerikanischen Wirtschaftsraum. Dabei bleiben die unterschiedlichen technischen Standards zwischen den Wirtschaftsräumen Europa und USA eine kontinuierliche Herausforderung.
Das DIN wirbt in den USA intensiv für die Vorteile eines internationalen Normungssystems über ISO und IEC mit der Übernahmen der dort entstehenden Internationalen Normen in nationale Normenwerke. So ist das DIN beispielsweise Co-Sponsor der regelmäßig statt findenden Konferenz der Dräger Stiftung und des United States Chamber of Commerce mit deutschen und u.s.-amerikanischen Vertretern aus Politik und Wirtschaft zum Fragen des transatlantischen Marktes. (s. auch die Broschüren "5th Transatlantic Market Conference" (2011), "4th Transatlantic Market Conference" (2009), "3rd Transatlantic Market Conference" (2007) und "Towards a Transatlantic Marketplace" (2006).
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Russische Föderation
Am 19. Oktober 2006 haben das DIN und die nationale Normungsorganisation der Russischen Föderation, die Föderale Agentur für Technische Regulierung und Metrologie, eine Vereinbarung über Fortführung ihrer bestehenden Zusammenarbeit unterschrieben. Es geht dabei um Fragen der technischen Regelsetzung, der Harmonisierung von technischen Regeln sowie der Konformitätsbewertung. Auf russischer Seite stehen dabei die Erfahrungen des DIN mit dem Zusammenwirken von Gesetzgebung und freiwilliger Normung auf dem Gebiet der technische Sicherheit im Vordergrund. Damit die dynamische Entwicklung des deutsch-russischen Handels nicht durch eine abweichende technische Regulierung eingeschränkt wird, spielt die Harmonisierung der Normenwerke - das heißt eine progressive Angleichung russischer Reglements der Technik an die Europäischen Normen - eine wesentliche Rolle.
In diesem Prozess kommt den russischen Unternehmen eine zunehmend wichtige Funktion zu, denn eine Neugestaltung der normativ-technischen Regelwerke ohne eine aktive und breit gefächerte Beteiligung der interessierten Kreise der Wirtschaft wird wenig fruchten. Aus diesem Grund haben das DIN und der Russische Verband der Industrie und Unternehmer (RSPP) ebenfalls im Oktober 2006 eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.
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China
Die enge Kooperation zwischen dem DIN und dem chinesischen Normungsinstitut wird als eine strategische Partnerschaft zum Wohle beider Volkswirtschaften verstanden und beruht bereits auf einer langen Tradition: Im Jahr 1979 wurde das erste Abkommen getroffen. Das DIN hatte auf Grundlage dieser Vereinbarung der chinesischen Normungsorganisation DIN-Normen zur Verfügung gestellt und damit einen entscheidenden Beitrag für die Handelsbeziehungen mit China geleistet. In einem regen Expertenaustausch wurden Verfahrensfragen zu den Themen Qualitätssicherung, Arbeits-, Umwelt- und Verbraucherschutz, Konformitätsbewertung sowie Normung und Recht erörtert.
Am 10. April 2006 schlossen das DIN und das chinesische Normungsinstitut SAC (Standardization Administration of the People´s Republic of China) eine Vereinbarung über eine enge Kooperation bei der Entwicklung neuer Normungsthemen im Rahmen von ISO und IEC, den Austausch von Experten und die Durchführung von Forschungsprojekten, die von beiderseitigem Interesse sind.
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Indien
Das DIN unterhält eine Kooperationsvereinbarung mit dem indischen Normungsinstitut Bureau of Indian Standards (BIS), die im April 2005 auf der Hannover Messe unterzeichnet wurde. Primäres Ziel dieser Vereinbarung ist es, den bilateralen Warenaustausch durch den Abbau technischer Handelhemmnisse zu unterstützen. Zu den vereinbarten Maßnahmen gehören eine enge Kooperation bei der Entwicklung eines Informationssystems zur Normung auf allen Ebenen und der Austausch von Experten. Die enge Zusammenarbeit zwischen Indien und Deutschland sieht auch die Durchführung von so genannten Twinning Projekten vor, bei denen die Partner gemeinsam die Führung von Technischen Komitees in der International Organization for Standardization (ISO) übernehmen. Informationsbedarf auf indischer Seite besteht in Zulassungsfragen von Produkten für den europäischen Markt beispielsweise über die CE-Kennzeichnung.
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Indonesien
Am 15. Oktober 2008 wurde zwischen DIN und der indonesischen Normungsorganisation BSN eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Deutschland wird von Indonesien sowohl bilateral als auch in den Beziehungen zur Europäischen Union zunehmend als wichtiger Partner angesehen. Gegenwärtig sind ca. 250 deutsche Unternehmen in Indonesien vertreten, viele davon mit eigenen Produktionsanlagen. Das Volumen des indonesisch-deutschen Handels erhöhte sich 2007 um 9,3 % auf 4,737 Mrd. EUR. Die deutschen Exporte nach Indonesien stiegen auf 1,586 Mrd. EUR. In der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit ist Deutschland mit Leistungen von insgesamt rund 3 Mrd. EUR viertgrößter bilateraler Partner Indonesiens nach Japan, Australien und den USA.
Im Rahmen dieser Vereinbarung sind u. a. Kooperationsprojekte beim Aufbau eines Normungssystems sowie bei der Einrichtung einer nationalen Informationsstelle für normungsrelevante Fragen geplant. Außerdem wurde vereinbart, dass die Partner bei beiderseitigem Interesse Twinning-Projekte auf internationaler Ebene übernehmen und gemeinsam Technische Komitees der ISO führen. Von Interesse ist ferner die fachliche Beratung bei der Entwicklung einer Infrastruktur für BSN im Bereich der CE-Zertifizierung, der Austausch von Experten sowie die Organisation von Konferenzen, Seminaren, Workshops und Schulungsmaßnahmen vor Ort.
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