Botschaft zum Weltnormentag am 14. Oktober 2011
Internationale Normen — Globale Vertrauensbildung
Unsere Erwartungshaltung in Bezug darauf, dass Dinge so funktionieren wie wir es von Ihnen erwarten, ist heutzutage sehr hoch.
Nehmen wir den Telefonhörer ab, erwarten wir eine sofortige Verbindung zu jedem anderen Telefon auf diesem Planeten. Wir erwarten eine Internetverbindung und umgehend mit Neuigkeiten und Informationen versorgt zu werden. Im Krankheitsfall verlassen wir uns auf die zu unserer Behandlung eingesetzten medizinischen Geräte. Beim Autofahren vertrauen wir auf die Verlässlichkeit der Motorsteuerung, der Lenkung, der Bremsen und des Kinderrückhaltesystems. Wir erwarten Schutz vor Stromausfall und den gesundheitsschädlichen Einflüssen der Umweltverschmutzung.
Internationale Normen schaffen Vertrauen. Überhaupt ist die Vertrauensbildung eines der vorrangigen Ziele der Normung. Systeme, Produkte und Dienstleistungen funktionieren entsprechend unseren Erwartungen, weil die wesentlichen Merkmale in Internationalen Normen festgelegt wurden.
Internationale Produkt- und Dienstleistungsnormen tragen zur Qualität, Ökologie, Sicherheit, Verlässlichkeit, Interoperabilität, Effizienz und Effektivität bei. Zusätzlich schaffen sie beim Hersteller Vertrauen darauf, globale Märkte erreichen zu können in der Gewissheit, dass sein Produkt weltweite Akzeptanz findet.
Interoperabilität schafft Kostenvorteile und stellt sicher, dass Nutzer, wohin sie auch reisen, überall gleichwertige Dienstleistungen vorfinden. Auf diese Weise profitieren von der internationalen Normung Verbraucher, Hersteller und Dienstleister gleichermaßen. Vor allem in Entwicklungsländern wird somit die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen beschleunigt und die wirtschaftliche Entwicklung gefördert.
Internationale Normen schaffen dieses Vertrauen, da sie in einer von Offenheit und Transparenz geprägten Umgebung erarbeitet werden, wo jeder an der Normung Interessierte seinen Beitrag leisten kann.
Es ist das erklärte Ziel der Kooperationspartner der WSC (World Standards Cooperation) - IEC, ISO und ITU - dieses Vertrauen global weiter zu stärken, um die Welt mit Hilfe der Internationalen Normen zu verbinden.
Prof. Dr. Klaus WUCHERER, IEC-Präsident
Dr. Boris ALESHIN, ISO-Präsident
Dr. Hamadoun TOURÉ, ITU-Generalsekretär

